Dienstag, 26. Mai 2015

gedenglischt verkürzt

Dass Kinder heute immer früher gezwungen werden, irgendetwas Bestimmtes zu lernen, kann man kritisieren. Wenn etwa zunehmend von „gestohlener Kindheit“ gesprochen wird, und ein Kinderarzt ein Buch mit dem Titel „Lasst Kinder wieder Kinder sein“ veröffentlicht. Doch dass heute bereits in der Grundschule Englisch gelehrt wird, scheint fast schon überlebenswichtig zu sein.

Natürlich hatte auch ich zum Pflichttermin die Übertragung des Eurovision Songcontest eingeschaltet, der früher einmal Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß. Der französische Titel wurde wahrscheinlich irgendwann zu kompliziert. In einer Zeit, in der elektronisch versendete Nachrichten, per SMS (wie altmodisch) oder (viel hipper) per „Twitter“ und „WhatsApp“ nur aus ein paar Wörtern bestehen dürfen, und deshalb auch noch alles mögliche wild abgekürzt wird. Man muss schon mit der Zeit gehen. In meinem Alter hat man mitunter den Eindruck, man wird hinterrücks von ihr überholt.

Ganz zeitgemäß folgt man so dem Beispiel „Die Abk. für Abk. lautet Abk.“. Da wäre ein GPEDLC doch kaum zumutbar. Also versetzen wir das ins viel zeitgemäßere Englisch, machen einen zeitgemäß kurzen, knackigen Titel daraus, der sich ebenso zeitgemäß praktisch abkürzen lässt: „ESC“. Wenn man die Gesamtveranstaltung schon dermaßen aufgeblasen hat, muss auch das Gerede und Getippe erleichtert und beschleunigt und der Aufwand dafür auf ein Minimum reduziert werden. Wir haben schließlich alle nur eine begrenzte Lebenszeit.

Immerhin lässt man die Veranstaltung weiterhin (noch) von Peter Urban kommentieren, der mit seinen teils angenehm ironischen und süffisanten Anmerkungen für meine Generation mindestens genauso dazu gehört, wie die Punktevergabe. Ein letztes mediales Relikt alter Zeiten.

Daher befürchte ich auch, dass den Verantwortlichen der Spagat zwischen Urzeit und Neuzeit irgendwann zu groß werden wird. Es wirkt schon etwas seltsam, wenn der inzwischen 67-jährige Kommentator einen Interpreten als „Gämer“ vorstellt, der nebenbei auch „Ständ-Ab-Sörfen“ würde, was immer das ist, und darauf hinweist, dass der Zuschauer sich natürlich auch für das „Smahtfon“ eine „Äpp daunloden“ kann, um für seinen Favoriten zu „woten“, und den sendungsbegleitenden „Häschtäg“ nennt, sicher ist sicher.

Doch auch sonst wird an allen Ecken und Enden fleißig „gebassert“ und werden Antworten in Quiz-Shows „eingelockt“. Und das sogar in Veranstaltungen, die explizit für Kinder ausgewiesen sind. Vielleicht sollten Lehrer ihren Unterricht damit zeitgemäß aufpeppen: „Soll ich deine Antwort einloggen?“.

Wie auch eine der unvermeidlichen Castingshows („The Voice Of Germany“) extra auch „for Kids“ gesendet wird. Nur, dass es hier auch noch so etwas wie „Bleint Odischens“ und „Kläsches“ und „Bättels“ gibt, und sich ständig irgendjemand „gefläscht“ fühlt. Man will gar nicht erst wissen, wie sich die „Tällents“ wohl „Bäckstädsch“ unterhalten. Und „gewotet“ wird natürlich auch hier.

Bei dem ganzen verdenglischten Sprachgeschwurbel heutzutage ist es ebenso wohltuend wie wundersam, dass man von „sozialen Netzwerken“ spricht. Nein, wirklich. Gut, dass die Kinder so früh wie möglich Englisch lernen. Das ist sicher weitaus praktischer und zumutbarer als das ganze Denglisch einzudeutschen.

Dienstag, 19. Mai 2015

vertoppt gemodelt

Das Körpergewicht des Bundesbürgers scheint zurzeit wieder thematisch in Mode zu sein. Im doppelten Sinne. Denn jetzt ist die Modeindustrie an der Reihe, mit ihrem Ableger der Textilgestaltung im Allgemeinen, und deren Präsentation durch so genannte Models im Speziellen. Und dieser Zusammenhang ist gar nicht so plausibel, wie es vielleicht erst einmal scheint.

Ausgerechnet jetzt, wo Medienberichten zufolge wieder die jährliche Sendereihe „Germany’s Next Topmodel“ ausgestrahlt wird, und kurz vor der Kürung der Siegerin, wird doch tatsächlich eine Studie veröffentlicht, wonach (natürlich: unter anderem) dieses Sendekonzept mitverantwortlich für das Krankheitsbild der Magersucht unter jungen Frauen sei, sogar bereits im Teenageralter.

Und das, wie gesagt, ausgerechnet jetzt. Kurz vor dem großen Finale, das wie üblich als großes TV-Event angesetzt war, wird plötzlich wieder an allen Ecken und Enden über Magersucht diskutiert, über die Folgen und die Ursachen, und wird reflexartig über diese Castingshow hergefallen, die körperliches Untergewicht als Erfolgseigenschaft suggeriert. Ohne jede Rücksicht auf die Arbeitsplätze, die von dem Gesamtproblem abhängen, in der Heidi-Klum’schen Produktionsfirma, in der Sendeanstalt, in all den Arztpraxen und Psychiatrien.

Damit nicht genug. Ausgerechnet das große Finale, musste nach nicht einmal einer Stunde abgebrochen und im TV-Kanal durch einen Spielfilm ersetzt werden. Eine Bombendrohung soll die Evakuierung der Festhalle erzwungen haben. Ein Schelm, der auf den Gedanken kommt, hier würde es sich lediglich um eine clevere PR-Intervention handeln, um die negative Begleitdiskussion über Magersucht durch spektakuläre Schlagzeilen zu ersetzen. Man könnte auch munkeln, dass der TV-Sender nach einer guten halben Stunde zum ersten Mal die desaströse Einschaltquote abgefragt und Plan B aus der Schublade geholt hat.

Das alles jedoch geht haarscharf am Kern der Angelegenheit vorbei. Und dieser Kern verbirgt sich irgendwo in der Frage, was eigentlich ein „Topmodel“ ist, und warum man das weiß, warum man darüber informiert ist, was das ist. Obwohl ich ein Mann bin, waren mir zwar verschiedene Topmodels immer bekannt, die meisten allerdings lediglich namentlich. Aber: warum? Und warum kennt man zwar weibliche Topmodels, doch von männlichen weiß man gerade einmal, dass es sie geben soll, allerdings ohne „top“ zu sein.

Natürlich: Ein Mode-Model ist ein Beruf. Soweit ich weiß, kein Beruf, für den man eine konventionelle Ausbildung oder ein Studium benötigen würde. Man bzw. Frau muss lediglich irgendein unbestimmbares „Etwas“ haben, das angeblich nicht einmal nur an bloßer Schönheit festzumachen sein soll. Und solche, die das noch besonderere „Etwas“ haben, und den Ikonen der Modeindustrie ganz besonders gefallen, sind „top“. Doch woher weiß man das als Otto Normalbürger? Warum ist man darüber informiert?

Man kennt noch nicht einmal den „Mitarbeiter des Monats“ im Elektrogeschäft um die Ecke, geschweige denn, ob dort überhaupt ein solcher gekürt wird. Und weil man ihn nicht kennt, weiß man auch nichts über sein Körpergewicht und es interessiert einen auch nicht. In der Regel wird man auch den Sumo-Weltmeister nicht kennen und (deshalb) auch sein berufsspezifisches Übergewicht nicht thematisieren. Aber man kennt eine ansonsten wildfremde Frau, die hin und wieder, alle paar Wochen, irgendwo auf dieser Welt über einen Laufsteg wandert. Warum eigentlich?

Freitag, 8. Mai 2015

natürlich verwundert

Hier und da wird zwischendurch immer einmal wieder darauf hingewiesen, dass Quiz-Shows im Fernsehen bitte keinesfalls als Veranstaltungen missverstanden werden dürfen, in denen es um Wissen oder gar um Bildung gehen würde. Nein. Es geht um nichts weiter als Unterhaltung. Um nackte, bloße, pure Unterhaltung. Und wie man weiß, kann Unterhaltung ziemlich naiv und dümmlich sein – als Wissen und Bildung verpackt.

Es gibt eine gewisse Anzahl von Prominenten, die man fast schon nicht mehr sehen kann. Prominente, die von einer Talkshow und Quizshow zur nächsten durchgereicht werden. Einige davon sind wahrscheinlich überhaupt nur deshalb prominent. Man kann allerdings wohlwollend darüber hinwegsehen, weil Prominente dazu verdonnert sind, erspielte Gewinnsummen an gute Zwecke zu spenden. Ob sie wollen oder nicht.

Beispielsweise wurde doch kürzlich vom Ersten Deutschen Fernsehen „Die große Show der Naturwunder“ ausgestrahlt. Nach dem üblichen austauschbaren Strickmuster dürfen Prominente versuchen, verschiedene Fragen aus verschiedenen Wissensgebieten zu beantworten. Dennoch (siehe oben) handelte es sich hier keineswegs um ein Quiz über Wissen und Bildung, wie Verantwortliche ständig betonen. Sondern das war nur pure Unterhaltung. Man darf das einfach nicht vergessen.

Diskutabel könnte das Ganze jedoch schon dadurch sein, dass in diesem Fall Ranga Yogeshwar als Co-Moderator neben Frank Elstner eingesetzt war. Yogeshwar ist allerdings eher nicht als Unterhaltungskünstler bekannt und versucht auch gar nicht erst, diesen Eindruck zu erwecken. Zum einen übernimmt Yogeshwar in dieser Show den Part ausgedehnter Erklärungen zu den Auflösungen, zum anderen ist jedes zweite Wort in seinem Sprachschatz entweder „Wissenschaft“ oder „Wissenschaftler“. Dennoch soll sich das Ganze (siehe oben) nicht um Wissen drehen. Das soll Unterhaltung sein. Nicht, dass wir das vergessen.

Das Warten auf den Unterhaltungsaspekt endete in einer seltsamen Sackgasse, allerdings natürlich abhängig davon, was man als unterhaltsam betrachtet. Und die Seltsamkeit resultierte aus der Suche nach den „Naturwundern“ in dieser „großen Show der Naturwunder“. Thematisch ging es um Roboter, die sich „schlangenähnlich“ bewegen, jedoch selbstredend von Ingenieuren viel besser konstruiert als es jede natürlich gebürtige Schlange beherrscht. Es ging um Beton, der in der Natur nicht vorkommt, sondern ein künstliches Laborprodukt ist. Es ging um Bohrer, die in Operationssälen von Chirurgen verwendet werden. Und es ging um ein „spannendes Experiment“ (vielmehr: um eine Studie) mit dem Ergebnis, dass Kinder eher zum Lügen neigen, wenn sie selbst belogen werden; jedenfalls wenn das in einem Labor unter Laborbedingungen passiert. Nur von „Naturwundern“ weit und breit keine Spur. Außer man hält diese Themen dafür. Oder es ist einem schnurz und macht sich darüber keine Gedanken, sondern lässt sich einfach unterhalten. Um Denken und Wissen geht es schließlich nicht. Vergessen wir das bitte nicht.

Wenn es nach den Beschwörungen der Verantwortlichen solcher Shows nicht um Wissen geht, sondern um bloße Unterhaltung, dann wird offen zugegeben, dass der Anschein von Wissen lediglich als Verpackung dient. Ungefähr so, wie an unseren Schulen. Nur, dass hier weniger auf Unterhaltung Wert gelegt wird, sondern auf (Lehr-) Planerfüllung.

Wie ich bereits an verschiedenen Stelle angemerkt hatte: Information ist mittlerweile zu einer Ware geworden. Und Waren haben es an sich, dass sie verkauft werden müssen. Eine attraktive Verpackung gehört mit dazu. Und die Begriffe „Wissen“ und „Bildung“ sind offenbar äußerst attraktiv und verkaufsfördernd. Die Anhäufung von Wissen als Konsumprodukt, zeitgemäß häppchenweise und als Fast Food.

Donnerstag, 23. April 2015

gewichtig überlastet

Im Grunde sollte man seinen Fernseher verschenken. Oder zumindest erst einmal in den Keller bringen. Fürchterlich, in was man so alles hineinzappt, auf der verzweifelten Suche nach etwas halbwegs Konsumierbarem am noch relativ frühen Abend. Und dann fallen auf irgendeinem Kanal plötzlich doch ein paar Schlüsselworte, die mein näheres Interesse wecken.

Es lag nicht am Breitbildformat, dass beim Zappen eine ziemlich schwergewichtig erscheinende, junge Frau auf dem Bildschirm auftauchte. Wie erklärt wurde, wog sie um die einhundertachtzig Kilogramm. Diese Angabe erschien anhand des optischen Eindrucks glaubwürdig. Die junge Frau hatte ein junges Kind auf dem Arm, offensichtlich bereits ebenfalls übergewichtig, eine Dreijährige, die angeblich das Durchschnittsgewicht eines siebenjährigen Kindes besaß.

An solchen Stellen frage ich mich standardmäßig, warum dem fernsehenden Volk so etwas in die Augen gesendet wird. Doch diese Frage ist rhetorisch. Man weiß es schließlich. Es geht um Geld. Es geht um Werbeeinnahmen aus den Werbeblöcken. Und diese Werbezeit wird nur gebucht, wenn die Einschaltquoten stimmen. Also wird irgendetwas gesendet, das gute Quoten bringt. Mitunter getarnt als Reportage oder Dokumentation. Wie in diesem Fall.

Die Schlüsselworte, die mich dazu brachten, nicht sofort weiter zu zappen, fielen in der Erklärung der jungen Mutter, ihr enormes Übergewicht sei – laut ärztlicher Auskunft – ein Genfehler. Und den hätte sie an ihr Töchterchen weiter vererbt. Die Gehirne von Mutter und Tochter würden deshalb permanent „Hunger! Hunger!“ rufen. Ein wirklich tragisches Schicksal, das mit eingeschnittenem Bildmaterial unterstützt wurde: Die arme Frau beim ständigen Öffnen von Tiefkühl-Pizza-Kartons, Dosen und Mikrowellen-Mahlzeiten.

Man fragt sich prompt, wie der präsentierte Ernährungsberater und Fitnesstrainer in Personalunion (ein „Personal Coach“) eigentlich diesen Genfehler beheben will oder welchen medizinischen Eingriff am Gehirn er wohl vornehmen wird. Doch auch diese Frage ist lediglich rhetorisch. Aus fachlicher Sicht ist die Sachlage genauso klar wie schlimm. Nämlich vor allem schlimm für Otto Normalbürger, der zum wohlverdienten Feierabend mit solcher Desinformation berieselt wird.

Da ist zum Beispiel die bedauerlich übliche Verquickung von Genen und Gehirn, oder wahlweise umgekehrt von Gehirn und Genen. Das scheint für den gemeinen TV-Zuschauer erstaunlich plausibel zu sein. Oder es ist einfach schnurz. Man weiß jedenfalls, dass der Betroffene machtlos ausgeliefert ist, und deshalb zwangsläufig auch psychisch leidet. Und schon haben wir das übliche Süppchen aus Psyche, Gehirn und Genen, aus dem Therapiefälle gemacht sind.

Die fehlende Stimmigkeit liegt (hier) allerdings darin, dass Verhalten nicht vererbt werden kann. Und selbst wenn wir es hier mit einem Genfehler zu tun hätten, der das Gehirn der jungen Mutter veranlasst, ihr ein ständiges Hungergefühl vorzugaukeln, würde sie nichts daran hindern, alle zehn Minuten einen Salat, einen Apfel oder eine Banane zu verspeisen.

Genau daraus wird dann auch die Stimmigkeit schnell noch hinterher gebastelt: Erst verrät die gewichtig überbelastete junge Frau, dass sie in ihrer Ehe und Partnerschaft unglücklich ist, und – Genfehler hin oder her – eigentlich vor allem deshalb pausenlos mampft. Sieh an. Prompt kann der ernährungsberatende Fitnesstrainer daraufhin versprechen, das Gewicht der jungen Mutter mit einer Ernährungsumstellung radikal zu reduzieren. Ihr bleibt eine langweilige Gentherapie und ein Eingriff am offenen Schädel also dann doch erspart. Da haben wir aber alle noch einmal Glück gehabt.


Freitag, 20. März 2015

farblich versprochen

Wenn man sich nun seit mehr als zwanzig Jahren mit dem Denken und Verhalten beschäftigt, kommt einem in dieser Zeit natürlich etliches vor die Augen, das fachlich damit zusammenhängt. So einiges davon ist grober Unfug. Doch gerade auf diesen Quatsch stößt man immer wieder, in Funk und Fernsehen, Büchern und Websites. Das sind die besten Voraussetzungen dafür, dass blanker Unsinn zur Allgemeinbildung wird.

Ein Paradebeispiel für dieses Phänomen ist der „rosa Elefant“. Mit fast schon mystischer Qualität wird man seit -zig Jahren aufgefordert „Denken Sie jetzt bitte nicht an einen rosa Elefanten“, mit der zwanghaft darauf folgenden Erklärung, man hätte „trotzdem“ doch prompt dieses farbige Rüsseltier vor Augen. Und das, obwohl man explizit gebeten wurde, nicht daran zu denken. Der Grund dafür sei – ganz trend- und zeitgemäß – natürlich „das Gehirn“, das das Wort „nicht“ unterschlagen würde.

Allerdings müsste es schon leicht verwundern, dass man dieses bildhafte Beispiel problemlos verstehen kann – obwohl es darin von „nicht“ nur so wimmelt. Das Ganze lebt schlicht von der Beeindruckung. Der Effekt scheint so spektakulär, dass man auch die Erklärung dazu glaubt. Tatsächlich kennt man dasselbe seit etlichen Jahren von David Copperfield, der – nur umgekehrt und wortlos, dafür gestenreich und mit Musik – nichts auftauchen, sondern verschwinden lässt, nämlich ganze Eisenbahnwaggons. Das Spektakuläre resultiert aus erfolgreicher Ablenkung.

Das mit dem fachlichen Spektakel begann in unseren Breitengraden vor etwas mehr als zwanzig Jahren mit dem holländischen Motivationstrainer Emil Ratelband, der barfüßige Menschen über zehn Meter glühende Kohlen jagte, abschließend ausrufend „Tsjakkaa!“ (sprich: „tschacka“). Heute fühlen sich Berater und Trainer gezwungen, ihr Haupthaar senkrecht in die Höhe zu toupieren oder ein breites, knalliges Stirnband zu tragen. Dem Spektakel wegen. Das ist irgendwie so wahnsinnig „anders“.

Im Falle des rosa Elefanten jedenfalls besteht die trickige Ablenkung darin, dass es eben nicht „das Gehirn“ ist, das irgendwelche Worte unterschlagen würde, sondern der Knackpunkt liegt in den Worten an sich, in der Sprache. Leider jedoch ist das nun einmal ein vergleichsweise ziemlich unspektakuläres Thema. Und so greift man zu der Binsenweisheit „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ und verweist auf das trendige Modethema Gehirn.

Tatsächlich jedoch verpufft das Ganze schon im Ansatz, wenn man dazu auffordert, bitte nicht an den Andromedanebel zu denken oder an das Hebb’sche Neuron. In der Regel passiert dann vor dem geistigen Auge relativ wenig bis gar nichts, trotz aktivem Gehirn. Es hängt eben (unter anderem) davon ab, was man in seinem Hinterkopf vorrätig hat, ob und wie man darauf angesprochen wird, und ob und wie jemand in der Lage ist, Zusammenhänge zu bilden.

Eine Reaktion ist niemals nur eine bloße Frage der vorherigen Aktion, keine simple Verbindung von Ursache und Wirkung, auch nicht im Falle von rosa Elefanten, und schon gar nicht, indem man mit wachsender Begeisterung ständig auf „das Gehirn“ verweist. Und wenn es das nicht ist, sind es wahlweise „die Psyche“ oder „die Gene“ oder alles das zusammen. Man kann es nicht mehr hören.


Freitag, 27. Februar 2015

irrsinnig belehrt

Und wieder einmal ist es erschreckend, mit welcher Bildung unsere Kinder schon in der Grundschule konfrontiert werden. Eine glatte Fehl-Bildung, per Lehrplan staatlich verordnet, wehrlosen Kindern durch die Autorität der Lehrkraft aufgezwungen, und dann auch noch die Kinder am besten benotet, die den Irrsinn am besten gelernt haben. 

Ich habe das an verschiedenen Stellen bereits mehrfach angesprochen, und werde nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen: Zahlen sind Zahlen. Und sonst gar nichts. Zahlen sind keine Lebewesen und keine Gegenstände, sondern Zahlen sind Zahlen, und so etwas wie (Zahlen-)Werte sind wieder etwas anderes, und erst recht noch anders, wenn Zahlen nur eine reine Symbolfunktion als Ziffern haben.

Fast erwartungsgemäß kommt unser Sohn (wie der geneigte Leser inzwischen weiß: Zweitklässler in der Grundschule) kürzlich nach Hause und hat jede Menge Material über Wärme, Kälte, Temperaturen, Celsiusgrade, Thermometer, undsoweiter im Schulgepäck. Ebenso erwartungsgemäß wurde ihm beigebracht, dass je nach Wärme und Kälte die Temperatur jeweils steigt oder fällt, was man prima an einem handelsüblichen Thermometer ablesen kann.

Und wieder einmal: schulisch verordnetes Fehlwissen. Denn Nein, Nein und nochmals Nein! „Die Temperatur“ steigt nicht und sie fällt nicht, weder bei Wärme noch bei Kälte, denn Temperatur ist ein Messwert, also ein Wert, der durch messen ermittelt wird, und sonst gar nichts. Bei zwei Messungen erhält man oftmals zwei unterschiedliche Werte, die man vergleichen kann. Doch deshalb „steigt“ hier nichts und „fällt“ hier nichts.

Wenn man auf die Uhr sieht, und es ist nicht mehr Zehn, sondern Zwölf, dann ist die Zeit nicht um zwei Stunden gestiegen. Und wenn in der Schule bei Frühlingswetter und „wärmeren Temperaturen“ demnächst draußen Weitsprung geübt wird, dann sind es schließlich die Kinder, die in den Sandkasten springen, und nicht das Meter am Bandmaß entlang. Doch wer will das schon „so genau nehmen“. Nein, wir nehmen es lieber komplett irrsinnig.

In Kürze kommt dann ein selbsternannter „Merkmeister“ an die Grundschule, der vormittags den Kindern und abends den Eltern erklären will, wie sich die Gedächtnisleistung verbessern und damit das Lernen effektiver gestalten lässt. Oder anders gesagt: Es wird alles mögliche unternommen, um ein Halb- und Fehlwissen zu optimieren, bei den Kleinsten angefangen, mit den besten Absichten. Willkommen im Bildungszeitalter.

Montag, 9. Februar 2015

chancenlos fortschrittlich

Es gibt Menschen, die vom technologischen Fortschritt komplett begeistert sind, und sich hechelnd und geifernd auf dem neuesten Stand der Entwicklung halten, um bloß nichts zu verpassen. Warum nicht. Andere sammeln Briefmarken. Ich persönlich sehe die Technologie nicht zwangsläufig als Beginn des Weltuntergangs, aber erstmals skeptisch wurde ich, als ich die Erfindung des „Walkman“ erleben durfte.

In meiner Teenagerzeit hielt ich mich für den Schöpfer des Begriffes „Kommunikationsbremse“. Das nämlich war mein persönliches Begleitsynonym für „Walkman“, weil Mitschüler mit einem tragbaren Cassettenabspielgerät auf Zurufe und Ansprache nicht mehr reagierten.

Erstaunlicherweise wurde das damals medial eher wenig thematisiert. Man stürzte sich lieber auf die damals beginnende Verbreitung des Homecomputers, der die Teenager davon abhalten würde, sich an der frischen Luft zu bewegen, und zu „sozialer Isolation“ führen würde.

Damals wie heute, diese Scheinproblematik wird immer noch bei Bedarf aufgewärmt, nur die Technologie ist eine andere. Es sind nicht mehr Cassetten, sondern MP3s, nicht mehr „C64“-Heimcomputer mit „Pacman“-Spielchen und Akustikkoppler, sondern Smartphones und Internet und „Facebook“. Ansonsten alles wie gehabt, nur eben „fortschrittlich“.

Doch das, was jetzt auf uns zukommt – heißt es – besitzt eine ganz andere Qualität von „Fortschritt“: Die enormen Entwicklungen im Bereich „künstliche Intelligenz“, gepaart mit den enormen Entwicklungen im Bereich der Robotik. Allein bei diesem Gedanken beginnt bei manchem wieder das Hecheln und Geifern. Andere haben schlimmste Befürchtungen und wird Angst und Bange.

Zu befürchten haben wir allerdings recht wenig, solange es Ingenieure sind, die mit ihren Schraubendrehern und Lötkolben ihren Apparaten „Intelligenz“ zuschreiben: Wer selbst den ganzen Tag im Bauplan-Denken von „an oder aus“ lebt, der bezeichnet auch das „Null oder Eins“ von Computerchips als „intelligent“.

Und dann wäre da noch der Roboter als solcher. Wem dabei auf Anhieb diverse Figuren aus einschlägigen Science-Fiction-Filmen in den Sinn kommen, darf überraschend erfahren, dass wir „längst von Robotern umgeben“ sind, die nur nicht Roboter genannt werden; nämlich in Form unscheinbarer Imbiss-, Cola- und Leergutautomaten.

Spätestens hier werden die wirklichen Gefahren intelligenter Roboterisierung erkennbar: Wer jemals mit einem Leergutautomaten zu kämpfen hatte, der hat verloren. Chancenlos gegen eine Plastikkiste mit Flascheneinwurfmulde. Dass für den Benutzer kein „Reset“-Schalter eingebaut wird, ist mitnichten Zufall. Die Herrschaft der Maschinen hat längst begonnen.

Freitag, 30. Januar 2015

zwischenmenschlich erledigt

Inzwischen nervt es dann doch, das Thema PEgIdA. Jetzt kämpfen sie nicht nur gegen irgend etwas, sondern auch noch mit sich selbst und unter- und gegeneinander. Bei mir persönlich ist es mittlerweile so weit, dass ich bei jeder neuen Meldung an Volker Pispers denken muss: „Die Medien sind nicht dazu da, um uns zu informieren oder aufzuklären, sondern um uns zu beschäftigen“.

Auf dem (längst überschrittenen) Höhepunkt dieser Medialthematik wurde im seriösen „heute journal“ des ZDF ein mehrfach interessantes Interview geführt, eingeleitet von mahnenden Worten des Moderators Klaus Kleber: „Wer aber Islamisierung als politische konkrete Gefahr beschwört, der muss dann doch bitteschön Fakten auf seiner Seite haben. Die aber sprechen eine ganz andere Sprache als die Emotiononen und Parolen zum Beispiel der PEgIdA“.

Es folgte die Präsentation einer Handvoll solcher „Fakten“, wenn man statistisch erhobene Zahlen so nennen will, etwa dass „weniger als 5% Muslime in Deutschland leben“, wovon zwei Millionen deutsche Staatsbürger seien. 28% der weiblichen davon würden ein Kopftuch tragen, unter den 16-25-jährigen seien es mit 22% jedoch „deutlich weniger“. Abschließend wird noch hinterher geworfen, dass in Deutschland 45.000 Kirchen stehen, aber nur 2.400 Moscheen.

Dermaßen erschlagen von Zahlen soll noch einer unbelastet frei denken und dem Weiteren folgen können. Jedoch: Was sollen eigentlich diese Zahlen? Warum werden ausgerechnet diese Zahlen präsentiert und keine anderen? Warum wird etwa nicht auch die prozentuale Verteilung von Muslimen und Christen unter den Schwarzfahrern, Inhabern von Bibliotheksausweisen oder Döner-Konsumenten präsentiert?

Dass in Deutschland 45.000 Kirchen stehen, aber nur 2.400 Moscheen, hat ungefähr den qualitativen Gehalt, als ob man energiepolitisch feststellt, dass den circa 23.600 Windenergieanlagen in Deutschland nur 17 Kernkraftwerke gegenüberstellen, oder dass wir in Deutschland, verkehrspolitisch, circa 5.600 Bahnhöfe haben, doch nur 40 Flughäfen. Gut zu wissen. Und jetzt? Was soll eine solch hingeklatschte Information?

Das sollte dann wohl in einem Interview näher gedeutet werden, Klaus Kleber mit Hans-Joachim Maaz, u.a. Psychiater und Vorsitzender der Stiftung Beziehungskultur, der erklärte: „Da sind viele Probleme, die zusammen kommen, sehr individuelle Probleme, da sind natürlich noch Ost-West-Probleme, Menschen, die zu kurz gekommen sind, die sich ausgegrenzt erleben, deren Hoffnung nicht aufgegangen ist im Westen, und es ist, wie man hört, auch eine Systemkritik an der Gesellschaft.. Diese Fragen müssten tatsächlich analysiert werden, die Leute wollen verstanden werden“. Sieh an.

Und darauf Klaus Kleber: „Wenn ich sie richtig verstehe, dann ist das, was wir gerade versucht haben, die Fakten darzustellen, wie sie tatsächlich sind, das geht dann an den Problemen völlig vorbei?“.
Auch wenn „rein faktisch“, also: statistisch, in Deutschland 45.000 Kirchen stehen, aber nur 2.400 Moscheen, ist es ein Unterschied, ob man in der Umgebung einer Kirche oder einer Moschee lebt, genau so, ob in Bahnhofsnähe oder in der Einflugschneise eines Flughafens. Mitunter gehen Zahlen – „Fakten“ – glatt am wirklichen Leben vorbei, das stimmt.

Dazu gehört auch, dass nicht die Zahlen, Daten und Statistiken, Experten-Analysen, Politik und Talkshow-Diskussionen das Problem klären, sondern ein simpler zwischenmenschlicher Konflikt aus dem wirklichen Leben. So meinte nach dem Rücktritt und Austritt von PEgIdA-Sprecherin Kathrin Oertel der Vize-Vorsitzende der AfD, Alexander Gauland: „Mit ihrem Austritt ist für mich das Thema Pegida erledigt“. So einfach ist das.

Immerhin waren wir eine Zeitlang thematisch beschäftigt. Jetzt könnten wir doch eigentlich mal wieder ein paar Klimaforscher reaktivieren und den Winter ausdiskutieren, andererseits hatten wir schon länger kein hochgefährliches Grippevirus mehr. Nur eines ist sicher: Man wird ein Thema finden, um uns zu beschäftigen.


Montag, 26. Januar 2015

schulisch getutet

Es ist in mehrfacher Hinsicht aufregend, Vater eines Grundschülers zu sein, und live und in Farbe mitzubekommen, was unbeteiligten Theoretikern entgeht – gerade, wenn es um Wissen, Bildung und insbesondere um Fragen der Schulbildung geht. Noch schlimmer, wenn man sich als direktbeteiligter Zwangspraktiker auch noch leidenschaftlich beruflich mit solchen Themen beschäftigt.

Da berichtet unser siebenjähriger Sohn, inzwischen Zweitklässler, er habe in seinem anstaltlichen Unterricht nun ganz neu „Tun-“ und „Wie-Wörter“ erlernt. Na, prima. Und das, wo man den Nachwuchs jahrelang schon vorschulisch darauf hingewiesen hat, das „Tu’“ bitte tunlichst zu vermeiden, außer in unvermeidbaren Fällen, in denen beispielsweise „der Bauch weh tut“.

Um den Lerneffekt sicherzustellen, reagierte ich bei Notwendigkeit mit einem „Tuuut … Tuuut“. Das hatte Wirkung. Und nun lernt unser Junge offiziell „Tun-Wörter“, um in ein paar Jahren umzulernen, dass man das eben doch nicht sagt, sondern die selben Wörter bitte eleganter als  „Verben“ bezeichnet. Auch wenn der Bauch dann immer noch weh tut, und deshalb nicht etwa verbt.

Nach dieser Einleitung durfte ich erfahren, dass die Hausaufgaben darin bestünden, „Tun-Wörter“ für Pflanzen zu finden. Ich war darüber nicht wirklich überrascht, auch nicht verblüfft, ich war irgend etwas anderes: Wörter, die beschreiben, was Pflanzen tun? Im Ernst? Oder nicht vielmehr, was der Mensch so alles mit Pflanzen anstellt?

In der Tat: Pflanzen… sprießen, wachsen, blühen. Aha. Etwas zu tun, bedeutet Handeln. Ist das Sprießen, Wachsen und Blühen also etwas, was Pflanzen tun(?), quasi sichtbare Ausdrucksformen ihres Handelns? Andererseits: Wenn der Bauch weh tut, dann handelt er wahrscheinlich auch nicht eigenmächtig. Erfahrungsgemäß ist es allerdings besser, man stellt solche Fragen nicht, sondern lässt den Jungen einfach seine „Tun-Wörter“ notieren. Schon alleine, um den zeitlichen Rahmen nicht zu sprengen, der für Hausaufgaben verantwortbar ist.

Doch kaum, dass man sich davon erholt hat, erfährt man, dass die Hausaufgaben auch das Notieren von Sätzen mit „Wie-Wörtern“ beinhaltet, wie beispielsweise „Die Nacht ist dunkel“. Aber nicht doch. Nein. Mitnichten. „Die Nacht“ ist eine Bezeichnung für eine Beobachtung – und sonst gar nichts. Und dass eine Bezeichnung „dunkel“ ist, das ist schulisch verordneter Unsinn.

Insgesamt: Eine sprachliche Schlamperei, die den Kleinsten in den Kopf gepflanzt wird, inmitten unseren Bildungszeitalters, mitten in unserer Wissensgesellschaft, in der man dann alle Hände voll zu tun hat, sich mit den Folgeproblemen herumzuschlagen.


Freitag, 23. Januar 2015

gesetzmäßig begeistert

Es gibt vereinzelte Menschen, die behaupten doch glatt, sie würden universelle „Lebensgesetze“ kennen, die einfach nur befolgt werden müssten, um erfolgreich, glücklich, reich und schön zu werden, beruflicher Erfolg und eine glückliche Ehe inklusive  – und netterweise bereit sind, ihre Mitmenschen darüber zu belehren, gegen Honorar, versteht sich.

Also: Es gibt so etwas wie „Lebensgesetze“. Wer dagegen verstößt, der hat ständig reihenweise Probleme, wer sie befolgt, der wird rundum glücklich und beruflich erfolgreich. Das klingt nicht nur relativ einfach, sondern gerade deswegen vielfach auch attraktiv. Zumal diese Lebensgesetze praktischerweise auch sehr ordentlich in Bausteine aufgeteilt und hierarchisch in Pyramidenform gestapelt sind,  sodass man prompt eine Umsetzungsstrategie parat hat. Eine Strategie für die Lebensumsetzung, eine Lebensumsetzungsstrategie sozusagen.

Wer nun meint, so etwas ähnliches hätte er doch schon einmal gehört, da war doch vor zwei Tausend Jahren irgend etwas mit in Stein gemeißelten Regeln, oder auch „Gebote“, zehn Stück, sogar direkt von Gott, eigentlich auch ganz einfach zu befolgen, der ist damit natürlich nicht ganz zeitgemäß. Zeitgemäß ist, nicht nur einfach irgend etwas zu Glauben, sondern zeitgemäß ist knallharte Wissenschaft, insbesondere alles aus der Gehirnforschung, wer auch immer davon plaudert.

Apropos Wissenschaft: „Das Leben ist keine Psychologie, sondern reine Physik“, darf man zwischendurch erfahren. Der entsprechende Bezug lautet „jede Ursache hat eine Wirkung“, „jede Wirkung hat ihre Ursache“, kurz: „Aktion gleich Reaktion“, und da „auch jeder Gedanke Energie ist“, haben nicht nur unsere Handlungen konkrete Konsequenzen, sondern auch bereits jeder einzelne unserer Gedanken.

Nun, wenn dem so wäre, dann wäre jede Handlung, sogar jeder Gedanke berechenbar, kalkulierbar und damit vorhersehbar. Schließlich: Wer von Physik spricht, der spricht von Naturgesetzen, also Gesetzmäßigkeiten, die sich anhand von Formeln berechnen und kalkulieren lassen – wie auch immer man die Zahlen ermittelt, die dafür gebraucht werden.

Aber: Halt! Nein. Doch nicht! Derselbe, der da meint, er spreche von reiner Physik, erklärt, nichts sei vorhersehbar, weder mittels Kaffeesatz noch Kristallkugeln, da der Mensch über einen freien Wille verfüge, damit also sein Denken und Handeln jederzeit ändern könne, physikalische Gesetzmäßigkeiten hin oder her.

Trotz dem sei eine „konsequente Zielorientierung“ für die strategische Umsetzung des Lebenserfolges unverzichtbar. Hm. Wohin genau, auf welches Ziel fixiert, plant man da eigentlich konsequent strategisch, wenn doch alles unvorhersehbar ist? Doch das alles sind Fragen, die in der geballten Begeisterung und Motivation von „Life Coaches“ keinen Platz haben.